Ehemaliges VHS-Gebäude wird Interims-Kindergarten


Über drei Jahre ist es her, seit die VHS in ihre neuen Räume am Bildungscampus in der Eisenbahnstraße gezogen ist. Die alten Räumlichkeiten in der Theodor-Heuss-Straße nutzt die Bildungseinrichtung seitdem nur noch temporär, ein kleiner Teil wird auch von der Stadtverwaltung genutzt. Doch nun soll in das Gebäude wieder richtig Leben einkehren. Denn der Gemeinderat sprach sich in seiner Sitzung Ende November einstimmig dafür aus, das Gebäude als Interims-Kindergarten umzubauen.

Ab dem Kindergarten-Jahr 2023/2024 soll der Johannes-Fried-Kindergarten in dem ehemaligen VHS-Gebäude unterkommen. Währenddessen entsteht in der Mozartstraße ein Neubau für die derzeit zweigruppige Betreuungseinrichtung. Mit seinem Neubau wird das Kinderhaus künftig über drei Gruppen verfügen. Diese Möglichkeit wird bereits mit der Zwischenlösung möglich sein, da die Umbauarbeiten für die Interims-Kita für eine dreigruppige Einrichtung ausgelegt sind. Denn auch die weitere Nutzung des Hauses steht bereits fest, wie Baubürgermeisterin Beatrice Soltys erklärte. Anschließend an den Johannes-Fried-Kindergarten werden die Interimsräume vom dreigruppigen Emil-Bitzer-Kindergarten bezogen, da auch für den Kindergarten aus dem Fasanenweg ein Neubau geplant ist. „Wir sehen, überall sprießen Kindergärten aus Boden“, so Soltys.

Allerdings müsse baulich in das ehemalige VHS-Gebäude investiert werden. Das betrifft vor allem den Brandschutz, einen zweiten Fluchtweg sowie Sanitäreinrichtungen und sicherheitsrelevanten Einrichtungen. Kostenpunkt: knapp eine Million Euro. Runtergerechnet entspricht das Kosten von circa 13.700,00 Euro je Kind. Der Baubeginn ist für Anfang 2023 geplant, sodass die Übergabe nach den Sommerferien stattfinden kann. Zwei Jahre sollen die Kinder des Johannes-Fried-Kindergartens dann in dem dreistöckigen Gebäude mit seinem 390 Quadratmeter großen Außenbereich unterkommen. Wobei das Erdgeschoss sowie das erste Obergeschoss für Gruppen- und Funktionsräume genutzt werden sollen, während im Untergeschoss Platz für Lagerräume ist. Im zweiten Obergeschoss können Büro- und Personalräume eingerichtet werden. Nach zwei Jahren, wenn der Neubau in der Mozartstraße fertig ist, bezieht dann der Emil-Bitzer-Kindergarten, voraussichtlich ebenfalls für zwei Jahre, das Haus in der Theodor-Heuss-Straße.

„Für eine dauerhafte Nutzung ist das Gebäude allerdings nicht geeignet“, erläuterte Soltys. Dafür müsste aufgrund der Anforderungen aus der Landesbauordnung deutlich mehr investiert werden. „Das wäre nochmal eine andere Größenordnung.“ Trotzdem ist die Interimslösung aus wirtschaftlicher und nachhaltiger Sicht besser, als eine vorübergehende Unterbringung in Containern. Diese Lösung hätte je Kind knapp 20.000,00 Euro gekostet. Zudem gibt es aktuelle keine Aufstellflächen in Fellbach für eine solche Containeranlage.

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Redakteur / Urheber
© Mareike Spahlinger (Stadt Fellbach)