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MOBILE JUGENDARBEIT
Visuelle Eindrücke aus Fellbach
 

Inhalt:

Mobile Jugendarbeit in Fellbach

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Seit 1990 gibt es die Mobile Jugendarbeit in Fellbach, seit 1995 ist sie in der Trägerschaft der Stadt Fellbach fest eingerichtet und beim Stadtjugendreferat angesiedelt. Die beiden 87,5%-Stellen sind paritätisch besetzt. Räumlich stehen eine Doppelhaushälfte in Schmiden, ein ehemaliger Laden in Alt-Fellbach und das Türmle in Oeffingen zur Verfügung.

Allgemeine Bedeutung und Methoden der Mobilen Jugendarbeit

Die Mobile Jugendarbeit ist eine aufsuchende Jugendberatung mit vier Säulen:

  • Streetwork: Wir gehen aktiv auf die Jugendlichen zu und suchen sie an ihren Plätzen auf. Wir sind dabei Gäste in ihrer Lebenswelt. Streetwork ist ein niederschwelliges Instrument, um Kontakt herzustellen, Vertrauen aufzubauen und Beratung anzubieten.

  • Gruppen- oder Cliquenarbeit: Cliquen und Gruppen spielen im Alltag der Jugendlichen eine bedeutende Rolle. Hier fühlen sich die Jugendlichen unterstützt. Die Mobile Jugendarbeit versucht, diesen Gruppen Räume zur Verfügung zu stellen. Bei der Gestaltung und Nutzung dieser Räume unterstützen und begleiten wir die Jugendlichen.

  • Einzelfallhilfe: Hier stehen wir als Ansprechpartner für alle Themen zur Verfügung. Wenn nötig und von den Jugendlichen gewünscht, stellen wir den Kontakt zu anderen Stellen her (z. B. Drogenberatung).

  • Gemeinwesenorientierte Arbeit: Das Gemeinwesen, also das unmittelbare Lebensumfeld der Jugendlichen, spielt in der Mobilen Jugendarbeit eine wesentliche Rolle. Dazu gehören zielgerichtete Einzelaktionen (z. B. Stadtteilfeste), Unterstützung und Aktivierung einzelner Bewohnergruppen, sowie die Förderung und Vernetzung von sozialen, kulturellen und politischen Einrichtungen.

Grundsätze der Mobilen Jugendarbeit

  • Akzeptanz: Die Mobile Jugendarbeit akzeptiert jugendliche Szenen und individuelle Lebensstile. Wir zeigen den Jugendlichen, dass wir sie als Person achten und respektieren, auch wenn bestimmtes Verhalten nicht befürwortet werden kann.

  • Freiwilligkeit: Die Jugendlichen entscheiden selbst, ob, wie häufig und wie intensiv sie Kontakt zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Mobilen Jugendarbeit haben wollen. Sie bestimmen maßgeblich Nähe und Distanz und zwar räumlich, zeitlich und zwischenmenschlich.

  • Anonymität: Ohne ausdrückliche Erlaubnis der Jugendlichen geben wir keinerlei Informationen weiter, auch nicht an Eltern, Freunde oder Behörden.

  • Parteilichkeit: Wir verstehen uns als Interessenvertretung und Lobby. Bei allen Beratungs- und Unterstützungsangeboten stellen wir uns anwaltschaftlich an die Seite der Jugendlichen. (Wir helfen ihnen, ihre Rechte durchzusetzen. Dies kann in Form von Gesprächsmoderation oder in Begleitung bei Behördengängen und Ähnlichem stattfinden.)

Unsere Zielgruppe

sind zunächst alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in den Fellbacher Stadtteilen alleine oder als Gruppe präsent sind. Insbesondere aber junge Menschen im Alter von 14 bis 21 Jahren, die von Ausgrenzung und sozialer Benachteiligung betroffen oder bedroht sind und daher Lebensentwürfe und Muster zur Alltagsbewältigung entwickelt haben, die vom Standpunkt bürgerlicher Ordnung aus als störend, dissozial und behandlungsbedürftig betrachtet werden. Die Zielgruppe Mobiler Jugendarbeit wird von anderen sozialen Angeboten nicht oder nur unzureichend erreicht (z. B. Jugendliche, die Hausverbot im Jugendhaus haben).

Angebot und Ziele

Unser Ziel ist es, die Lebenssituation der Jugendlichen zu verbessern. Dazu arbeiten wir sowohl auf der individuellen als auch auf der gesellschaftlichen Ebene:

1. Wir bieten Unterstützung, Beratung und Begleitung bei jugendspezifischen Problemen Dabei wollen wir individuelle Lösungen ermöglichen, insbesondere indem wir gemeinsam mit den Jugendlichen

  • Ressourcen erschließen und Stärken entdecken und fördern (z.B. „Gab es schon einmal etwas, was dir besonders Spaß gemacht hat?“)
  • individuelle Handlungskompetenzen erweitern (z.B. Telefonanrufe selbst machen lassen).


2. Wir wollen auf die Verbesserung der strukturellen Lebensbedingungen für die Zielgruppen hinwirken, insbesondere indem wir

  • Hilfs- und Freizeitangebote schaffen und nutzbar machen,
  • gesellschaftliche Benachteiligungen und Stigmatisierungen vermindern,
  • das Gemeinwesen aktivieren sowie
  • öffentliche Räume für die Jugendlichen erschließen, erhalten und zurückgewinnen.

Weitere Informationen:

Kontakt

Markus Klemisch
Julia Daubenberger
Büro Parlerstr. 20
70736 Fellbach
Telefon: 0711/519285
Mobil: 0160/98488663

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Außenstelle 1:
Ringstr. 2
70734 Fellbach
Telefon: 0711/573268

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Außenstelle 2:
"Das Türmle"
Schulhof 6
70736 Fellbach

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