Haupt-Navigation | Unternavigation | Direkt zum Inhalt
Schrift: kleiner | normal | grösser

MöRIKE ELEMENTAR
Visuelle Eindrücke aus Fellbach
 

Inhalt:

„Die Wasser, wie lieblich sie brennen und glühn!“
Mörike elementar

Eine mediale Ausstellung im StadtMuseum Fellbach zum 10. Mörike-Preis der Stadt Fellbach

Mörike elementar
© Tate, London 2017. Farbe verändert.

Im Rahmen der Literaturtage zum 10. Mörike-Preis der Stadt Fellbach an Elke Erb zeigt das StadtMuseum Fellbach die Sonderausstellung „Mörike elementar“. Sie wird am Donnerstag, 19. April 2018, um 19 Uhr, eröffnet und dauert bis 22. Juli. Bei der Eröffnungsfeier in der Musikschule Fellbach, Guntram-Palm-Platz 2, sprechen Thomas Schmidt vom Deutschen Literaturarchiv Marbach und Christa Linsenmaier-Wolf, Kulturamtsleiterin und Kuratorin der Ausstellung. Verzahnt mit der Einführung liest die vielfach ausgezeichnete Sprecherin Doris Wolters Mörikes „Elementargedichte“. Die musikalische Umrahmung übernimmt das
Posaunenquartett der Musikschule, die Fellbacher Weingärtner präsentieren
zudem den Mörike-Wein 2018. Der Eintritt ist frei.

Die vier Elemente spielen in Mörikes Lyrik eine bedeutende Rolle. Nicht nur in den Bal-laden „Der Feuerreiter“ oder „Die Geister vom Mummelsee“ sind die Elemente aktiv, auch in anderen Naturgedichten wirken sie – oft fast untrennbar ineinander verwoben. Mörikes Verse liegen in einem besonderen Licht, sie spielen eine eigene Melodie und jedes Gedicht atmet auf seine Weise.

Diese komplexen sinnlichen Qualitäten erlebbar zu machen, die Mörike wie kein zweiter Dichter mit hohem Kunstverstand entfaltet, ist ein Anliegen der Ausstellung, deren Zentrum eine Installation mit Einspielungen und Projektionen bildet.
„Elementar“ ist die Ausstellung auch in der Hinsicht, dass sie ohne Umwege über die Biografie Mörikes einen eigenen lyrischen Erfahrungsraum schafft und mit medialen Mitteln alle Sinne des Besuchers anspricht. Mit diesem innovativen Ansatz wollen die Ausstellungsmacherinnen neue Besuchergruppen erschließen.

Im verdunkelten und verfremdeten Raum erklingen Gedichte, gelesen von Doris Wol-ters und Sebastian Mirow. Sie werden von Musik und Geräuschen umspielt. Dazu er-scheinen Impressionen aus Gemälden des Mörike-Zeitgenossen und bedeutenden englischen Malers William Turner, dessen bevorzugte Themen Landschaften und See-stücke waren. Eingeschlossen in eine „Zauberwelt“, taucht der Besucher somit ein in die Magie von Mörikes Versen und nimmt eine Auszeit vom Alltag.

Der Nebenraum bildet ein Echo zum Hauptraum. Hier werden Texte – Gedichte und Prosa – aller zehn bisherigen Mörikepreisträger/innen präsentiert, die sich auf Natur-phänomene beziehen. So kann der Besucher ermessen, wie sich nicht nur die poeti-sche Sprache, sondern auch unser Naturverständnis im Laufe von 200 Jahren grund-legend verändert haben. In der Gegenüberstellung von Tradition und Moderne greift die Sonderausstellung ein Grundprinzip der Dauerausstellung und des Mörike-Kabinetts auf.

Ein hochwertiges Rahmenprogramm bietet Vorträge renommierter Wissenschaftler. Heinrich Detering, bis vor kurzem Präsident der Akademie für Sprache und Dichtung, spricht am 2. Mai über „Naturwahrnehmung bei Mörike und Storm“. Der Kulturwissen-schaftler Hartmut Böhme von der Humboldt-Universität Berlin, Verfasser eines Stan-dardwerks über die vier Elemente, referiert am 9. Mai über „Feuer – Wasser – Erde – Luft“ und bezieht sich dabei auch auf Mörike. „Nach der Natur“ ist eine literarisch-musikalische Soiree am 17. Mai mit den Schauspielern Rudolf Kowalski und Eva Scheurer sowie den Jazz-Musikern Peter Lehel und Ull Möck überschrieben, die Texte aller bisherigen Mörike-Preisträger von Wolf Biermann bis Elke Erb präsentiert. Zum Internationalen Museumstag am 13. Mai können Besucherinnen und Besucher ihr Lieblingsgedicht mitbringen. Ein breites museumspädagogisches Angebot für Kinder und Jugendliche vermittelt Eigenheiten der Naturlyrik.

Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet, am Tag der Preisverleihung, 25. April, bis 22 Uhr.

Weitere Informationen:

 
Druckversionzurückoben
Stadt Fellbach | Stadtb├╝cherei Fellbach | Jugendkunstschule Fellbach | | F.3 - Familien- und Freizeitbad Fellbach