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TRIENNALE
Visuelle Eindrücke aus Fellbach
 

Inhalt:

Triennale Kleinplastik in Fellbach

Triennale Kleinplastik – das internationale Forum für die kleine Skulptur

Kunstwerke in der Alten Kelter

Seit ihrer Gründung hat sich die Triennale Kleinplastik zu einem international beachteten Forum für zeitgenössische Skulptur entwickelt. Die Auswahl der Künstlerinnen und Künstler obliegt allein der jeweiligen Kuratorin bzw. dem Kurator. Ein Bewerbungs- oder Ausschreibungsverfahren für die Teilnahme an der Triennale ist nicht vorgesehen. Die Ausstellung ist nicht juriert. Die 13. Triennale Kleinplastik findet 2016 statt.

Eine der bedeutendsten Kunstausstellungen in Baden-Württemberg

Kunstwerke in der Alten Kelter

1980 wurde auf Initiative des damaligen Oberbürgermeisters Friedrich-Wilhelm Kiel die Triennale Kleinplastik ins Leben gerufen. Die alle drei Jahre stattfindende Ausstellung gilt heute als das renommierteste Forum für die kleine Skulptur und ist eine der bedeutendsten Kunstausstellungen in Baden-Württemberg. Die Triennale verdankt ihren guten Ruf der kompromisslosen Aktualität der ausgestellten Kunst, der Risikobereitschaft der Veranstalter und der hohen Qualifikation ihrer künstlerischen Leiter. Die sorgfältig ausgestatteten Kataloge der Triennalen 1-12 bilden ein Kompendium zur zeitgenössischen Kleinplastik.

Triennale Kleinplastik von den Anfängen bis heute

Die 1. Triennale Kleinplastik fand im Sommer 1980 in der Schwabenlandhalle unter der künstlerischen Leitung von Dr. Heinz Fuchs, Direktor der Städtischen Kunsthalle Mannheim, statt. Die Ausstellung versuchte eine Bestandsaufnahme der zeitgenössischen Kleinplastik in Deutschland. 100 Künstler aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligten sich. Die Triennale fand in der kunstinteressierten Öffentlichkeit ein überraschend breites und positives Echo.

Die 2. Triennale Kleinplastik im Jahr 1983, wieder unter der Leitung von Dr. Heinz Fuchs, griff den Ost-West-Dialog auf. Sie stellte neben Kleinplastiken aus den Niederlanden auch Arbeiten aus Polen vor. Die Absicht, Künstlerinnen und Künstler aus der damaligen DDR einzuladen, ließ sich nicht realisieren.

Die 3. Triennale Kleinplastik setzte 1986 dieses Thema vertieft fort. Dr. Manfred Schneckenburger aus Köln, neuer künstlerischer Leiter und ein Jahr später Leiter der documenta Kassel, holte Bildhauer aus Frankreich und Ungarn nach Fellbach. Co-Kuratorin war Cathérine David.

Die außerordentlich erfolgreiche und in der Fachwelt viel beachtete 4. Triennale Kleinplastik unter dem Motto „Deutschland, DDR, Schweiz und Österreich" bildete 1989 den Höhepunkt und zugleich Abschluss des Themenkomplexes Ost-West. Die Leitung hatte Dr. Christoph Brockhaus, Leiter des Wilhelm-Lehmbruck-Museums Duisburg.

Die beiden folgenden Ausstellungen wurden im Forum der damaligen SüdwestLB (heute Landesbank Baden-Württemberg) am Stuttgarter Hauptbahnhof gezeigt. Getragen wurden sie von einem Trägerverein der Triennale Kleinplastik unter dem Vorsitz von Friedrich-Wilhelm Kiel.

Die 5. Triennale Kleinplastik im Jahr 1992 nahm den 500. Jahrestag der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus zum Anlass, sich intensiv mit der Kunst Lateinamerikas, Spaniens und Italiens zu beschäftigen. Die Leitung hatte wiederum Dr. Christoph Brockhaus.

In der 1995 ausgerichteten 6. Triennale Kleinplastik unter der künstlerischen Leitung von Dr. Lóránd Hegyi (Wien) wurde das Länderprinzip aufgegeben. Dies aufgrund des Phänomens des "nomadisierenden" Künstlers, der seit dem Zusammenbruch des Ostblocks unabhängig von seiner Herkunft in verschiedenen Ländern und Kunstzentren produktiv ist. Europa wurde nun Ostasien gegenüber gestellt.

In der 7. Triennale Kleinplastik im Jahr 1998 wurde die Darstellung der zeitgenössischen Kunstströmungen einzelner Kontinente fortgesetzt. Neben Europa war diesmal Afrika vertreten. Künstlerischer Leiter war Werner Meyer, Direktor der Städtischen Galerie Göppingen.

Mit der 8. Triennale Kleinplastik kehrte das Ausstellungsereignis 2001 nach Fellbach zurück. In der imposanten Alten Kelter hat es seither einen adäquaten Ausstellungsort. Statt der bisherigen geopolitischen Ausrichtung wurden nun an der Jahrtausendwende unter dem Motto "Vor-Sicht/Rück-Sicht" aktuelle Tendenzen in der Kunst mit denen vorangegangener Jahrhunderte verglichen und erklärt. Die künstlerische Leitung hatte Dr. Thomas Deecke, Direktor des Neuen Museums Weserburg Bremen.

Für die 9. Triennale Kleinplastik im Jahr 2004 konnte mit Dr. Jean-Christophe Ammann, ehemaliger Direktor des Museums Moderner Kunst Frankfurt, erneut ein hochkarätiger Kurator gewonnen werden. Bereits als Leiter des Kunstmuseums Luzern, später der Baseler Kunsthalle galt Ammann als Entdecker, der mit sicherem Gespür künstlerische Trends und Strömungen erkannte. Ammanns Mut zur Subjektivität und notwendigen Beschränkung angesichts eines längst nicht mehr überschaubaren Kunstbetriebs, seine begeisterte Zustimmung aber auch Ablehnung von Kunst und Künstlern sorgten für eine spannende und originelle Ausstellung.

Die 10. Triennale Kleinplastik im Jahr 2007 wurde von Dr. Matthias Winzen, ehemals Direktor der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden und seit 2005 Professor an der HBKsaar, kuratiert. Unter dem Titel „Bodycheck“ legte er seinem Ausstellungskonzept die Frage zugrunde, wie sich die Skulptur im Vergleich zu anderen Kunstformen zu unserer Erfahrungswelt verhält. Im Kunstsommer der Superlative, in dem sich die Triennale u. a. neben documenta 12 und skulptur projekte münster behaupten musste, gelang eine interessante, bewegende Ausstellung, die in der vergleichenden Kritik überragend abschnitt.

Ulrike Groos hieß die Kuratorin der 11. Triennale Kleinplastik im Jahr 2010. Sie ist seit Januar 2010 Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart. Unter dem Titel "Larger Than Life - Stranger Than Fiction" wurden Arbeiten von rund 60 internationalen Künstlerinnen und Künstlern gezeigt.

"Utopie beginnt im Kleinen / Utopia starts small" lautete der Titel der 12. Triennale Kleinplastik, die 2013 in der Alten Kelter in Fellbach zu sehen war. Insgesamt nahmen generationsübergreifend rund 50 Künstlerinnen und Künstler an der 12. Triennale teil. Kuratoren waren Yilmaz Dziewior und Angelika Nollert.

Die Kuratorin für die 13. Triennale Kleinplastik 2016 in Fellbach war Susanne Gaensheimer. Susanne Gaensheimer ist seit 2009 Direktorin des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main. Davor war sie von 2001 bis 2008 Sammlungsleiterin und Kuratorin für Gegenwartskunst in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München und von 1999 bis 2001 Leiterin des Westfälischen Kunstvereins in Münster. Sie kuratierte den Deutschen Pavillon auf der 54. und 55. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia. Für den Deutschen Pavillon 2011, Christoph Schlingensief posthum gewidmet, wurde ihr der „Goldene Löwe" als bester Länderpavillon verliehen.

Weitere Informationen:

Infomationen

Kulturamt der Stadt Fellbach
Marktplatz 1
70734 Fellbach

Tel.: 0711/5851-364
Fax: 0711/5851-119
E-Mail: kulturamt@fellbach.de
Internet: www.triennale.de

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Die 14. Triennale Kleinplastik Fellbach findet 2019 statt.

 
 
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