Gemeinderäte haben das Wort

Gegenseitige Rücksichtnahme in der Natur

Ein Beitrag von Karin Ebinger (FW/FD)

Karin Ebinger

In der vergangenen Gemeinderatssitzung wurde intensiv über die Einrichtung von Wildschutzzonen diskutiert. Der nun gefasste Beschluss – bestimmte Flächen als Schutzzonen auszuweisen und dort für die Monate der Rebhuhn-Brutzeit Leinenpflicht für Hunde einzuführen – ist meiner Meinung nach ein tragbarer Kompromiss. Denn als Jägerin liegt mir die Wildhege ebenso am Herzen wie eine artgerechte Hundehaltung, zu der auch ausreichend Auslauf gehört. Nicht nur Hunde, auch querfeldein laufende Spaziergänger sowie Mountainbiker, die sich nicht an die vorgegebenen Strecken halten, stören Wildtiere zunehmend. Und bedauerlicherweise lassen immer mehr Menschen ihren Müll in der Natur liegen und die Entsorgung des Hundekots mit den dafür vorgesehenen Plastikbeuteln und Mülleimern funktioniert leider (noch) nicht besonders gut.
Wir haben in Fellbach tolle Möglichkeiten, uns in der Natur zu bewegen und die sollten auch genutzt werden. Doch bitte unter Berücksichtigung einiger einfacher Spielregeln: Halten Sie sich an die ausgewiesenen Wege und das Betretungsverbot landwirtschaftlich genutzter Flächen (von der Saat bis zur Ernte sowie Dauerkulturen ganzjährig), entsorgen Sie Müll (und Hundekot) in den entsprechenden Mülleimern und halten Sie Ihre Hunde unter Kontrolle. Denn nur, wenn wir gegenseitig Rücksicht nehmen, werden wir noch lange Freude an Fellbachs Umwelt haben.

Ein Abschied ist immer zugleich auch ein Neuanfang

Ein Beitrag von Hans-Ulrich Spieth (CDU)

Hans-Ulrich Spieth

Kunst und Kultur sind Markenzeichen Fellbachs und haben höchstes Niveau. Nicht zuletzt ist dies der Fellbacher Kulturamtsleiterin Frau Linsenmaier-Wolf zu verdanken, die die Arbeit über Jahrzehnte geprägt und vorangetrieben hat. Der Fellbacher Kulturbetrieb strahlt weit hinaus ins Land und trägt damit entscheidend zum guten Ruf und der Anziehungskraft der Stadt bei. Was wäre Fellbach ohne die Triennale und den Europäischen Kultursommer, ohne das literarische Glanzlicht des Mörikepreises und ohne ein Stadtmuseum, das in seiner besonderen Bezugnahme der Geschichte auf die Gegenwart seinesgleichen sucht. Wenn in Kürze die Verantwortung für das Kulturamt auf andere übergeht, so könnte der Eindruck entstehen, dass man der Nachfolgerin eine zu hohe Last aufbürdet, der sie nicht gewachsen ist. Ich sehe dieses Problem so nicht. Die Gefahr, dass künftig das Programm unverändert und ungebremst weiter transportiert wird, ist nicht groß. Ein Abschied ist immer zugleich auch ein Neuanfang. Die neue Leitung wäre schlecht beraten, würde sie sich die Möglichkeit entgehen lassen, etwas anders zu machen und dem Kulturbetrieb ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Erstaunlicherweise ist die Stadtverwaltung bisher ohne Kulturausschuss ausgekommen. Er könnte die Blickweisen verändern und über die seitherige Struktur nachdenken. Die Gelegenheit, auch Neues zuzulassen ist jetzt günstig. Selbst Bürgerworkshops sind denkbar und können dem Kunstbetrieb interessante Impulse geben. Es gilt das Motto: Keine Berührungsängste mit der Kunst! Jedenfalls wünsche ich der neuen Leitung viel Erfolg.

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