Hintergrund

Die Stadt Fellbach ist nach § 7d Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg (KSG BW) dazu verpflichtet, bis zum 31. Dezember 2023 einen kommunalen Wärmeplan im Sinne von § 7c Absatz 2 KSG BW zu erstellen. Diese Verpflichtung besteht aktuell für die Stadtkreise und Großen Kreisstädte mit einer Bevölkerungszahl von mindestens 20.000 in Baden-Württemberg, um die dezentrale Wärmewende voranzutreiben.

Ziel

Der kommunale Wärmeplan ist eine wichtige Grundlage für die Transformation zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung bis 2040. Hierbei wird die Wärmeversorgung in allen Sektoren (Haushalte, GHD, Industrie und Kommune) in Fellbach betrachtet. Zusätzlich wird ein Blick auf die zukünftige Entwicklung der Infrastruktur für Wärme-, Gas- und Stromnetze geworfen.

Inhalt

Der kommunale Wärmeplan wird anhand der folgenden Abschnitte von der greenventory GmbH aus Freiburg im Breisgau erstellt:

(1) Bestandsanalyse des Wärmebedarfs und der Versorgungsinfrastruktur
(2) Potenzialanalyse von Abwärme und erneuerbare Energien
(3) Zielszenario einer klimaneutralen Versorgung bis 2040, mit Zwischenziel 2030
(4) Wärmewendestrategie & Maßnahmenkatalog

In den ersten fünf Jahren, folgend auf die Veröffentlichung des Wärmeplans, muss mit der Umsetzung von mindestens fünf Maßnahmen begonnen werden.

Der kommunale Wärmeplan wird nach Abschluss, unter Einhaltung der DSGVO, auf der gemeindeeigenen Internetseite veröffentlicht.

Synergien mit anderen Projekten

Im gleichen Zeitraum finden weitere Projekte/Untersuchungen in Fellbach statt, von denen (Teil-)Ergebnisse für den KWP verwendet werden bzw. Ergebnisse des KWP in diese einfließen sollen. Dazu gehören:

- Integriertes Klimaschutzkonzept (IKK): Überschneidungen finden sich insbesondere in den Potenzialanalysen zu Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.
- IBA'27: Im räumlich abgegrenzten IBA-Gebiet in Fellbach werden u.a. energetische Konzepte erarbeitet, die in den KWP einfließen können.

Projektstand