Fellbach gestaltet die Begegnungsräume der Zukunft


Wie wollen Menschen ab 60 künftig zusammenkommen? Welche Treffpunkte und Angebote braucht es, um Begegnung, Teilhabe und Engagement zu fördern und Einsamkeit entgegenzuwirken? Mit dem Projekt „Begegnungsräume 2.0“ stellt die Stadt Fellbach ihre Seniorenarbeit für die Zukunft neu auf. Dafür erhält sie 85.000 Euro Landesförderung.

„Die Anforderungen an Angebote, Treffpunkte und Möglichkeiten der Mitwirkung verändern sich“, erklärt Oberbürgermeisterin Gabriele Zull. In den kommenden zehn Jahren erreichen jährlich rund 700 Menschen in Fellbach das Rentenalter. Viele von ihnen sind vielseitig interessiert und aktiv. Umso wichtiger ist es, die Begegnungsarbeit an unterschiedliche Lebenswelten und Bedürfnisse anzupassen.

Gemeinsam mit dem Forum Fellbach e. V., Kirchen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und interessierten weiteren Bürgern will die Stadt herausfinden, was sich bewährt hat, wo neue Ideen gefragt sind und welche Begegnungsorte künftig gebraucht werden.

Wie groß das Interesse daran ist, zeigte bereits ein Workshop im Juli: Rund 40 Fellbacher diskutierten über die Zukunft der Begegnungsorte. Gewünscht wurden vielfältige, niedrigschwellige und wohnortnahe Angebote, die auch Menschen erreichen, die bisher kaum angesprochen werden und generationenübergreifende Aktivitäten.

„Menschen ab 60 sind keine einheitliche Gruppe. Genau deshalb wollen wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort herausfinden, was künftig gebraucht wird“, betont Karin Rothenhäusler, Leiterin des Amts für Soziales und Teilhabe. „Jetzt haben wir die Chance, uns wirklich Zeit dafür zu nehmen, auch neue, unkonventionelle Ideen und Orte auszuprobieren und Strukturen zu überdenken.“

Projektleiterin Christiane Keuter, bei der Stadt zuständig für Inklusion und Bürgerschaftliches Engagement, freut sich auf den Projektstart: „Unser Ziel ist eine zukunftsfähige Begegnungsarbeit, die unterschiedliche und neue Zielgruppen erreicht, Engagement ermöglicht und langfristig tragfähig ist.“

Das Land Baden-Württemberg fördert das Fellbacher Projekt mit 85.000 Euro. Das Förderprogramm "Quartiersimpulse" der Allianz für Beteiligung und des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration ist Teil der Landesstrategie "Quartier 2030 - Gemeinsam. Gestalten." und wird finanziert aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat.