Offen, grün und verbindend – der neue Endhalt der Stadtbahn


Baubürgermeisterin Beatrice Soltys im Gespräch mit den Architekten

Nicht nur planerisch haben die Verantwortlichen für den Umbau der Endhaltestelle einen weiten Weg zurückgelegt und „einige Pirouetten“ gedreht, wie der Vorsitzende des Gestaltungsbeirats Wolfgang Riehle am Montagabend, 1. Juli, in der gut besuchten Bürgerinformation ausführte. Die neue Endhaltestelle der Stadtbahn an der Lutherkirche soll knapp 100 Meter nach Westen verschoben werden und verschiedene Mobilitätsangebote miteinander verbinden. Wie dieser „Umstiegs-Punkt“ künftig aussehen soll, stellten die beauftragten Architekten von Steinhoff | Haehnel und asp Architekten sowie Baubürgermeisterin Beatrice Soltys (links im Bild) dem interessierten Publikum vor.

Ein nachhaltiges und einladendes Gründach sowie ein überdachter Bahnsteig mit Photovoltaikanlagen bilden zukünftig den Rahmen des sogenannten Mobilitätshub. Dazu sollen überdachte Abstellplätze für Fahrräder, ein Kiosk sowie eine attraktive Platzgestaltung kommen. Die neue Endhaltestelle wird von einer multifunktionalen Fläche ergänzt, der Sitzmöglichkeit, Bäume und ein Wasserspiel bietet. Dabei ist die Konstruktion „leicht und luftig“ geplant, soll weder das denkmalgeschützte Rathaus noch die stadtprägende Lutherkirche „erdrücken“, wie die Vertreter der beauftragten Architekturbüros ausführten.

Die vielfältigen „Pirouetten“ in der Planung hatten sich gelohnt! Das Konzept der Endhaltestelle kam in der Bürgerinformation gut an, auch wenn die Besucher viele Fragen hatten. Sie erkundigten sich unter anderem nach der Begeh- und Befahrbarkeit des Pflasters, nach den Höhenunterschieden oder auch nach der Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsarten. Auch die Nutzung des multifunktionalen Platzes, die angedachten Fahrradabstellplätze oder des Kiosks wurden angeregt diskutiert. „Wir werden sie weiter beteiligten“, sicherte Beatrice Soltys zu. „Wir werden Ihnen beispielsweise auch verschiedene Beläge vorstellen und diese auch öffentlich auslegen“, ergänzte Landschaftsarchitekt Jochen Koeber. Auch bei der Veranstaltung konnten die Besucher direkt analog und digital mitreden. Über das Handy gaben sie ihre Meinung weiter und machten Anmerkungen zum Konzept.

Die Neugestaltung der Endhaltestelle ist auf die Entscheidung der Stuttgarter Straßenbahn AG zurückzuführen, die künftig 80-Meter-Züge auf der Linie 1 einsetzen will. Derzeit werden bereits einzelne Haltestellen entlang der Strecke für die deutlich längeren Züge umgebaut. Was für Auswirkungen die verlängerten Bahnsteige an der Lutherkirche für die Innenstadt hätten, „haben wir intensiv diskutiert“, führte Bürgermeisterin Soltys aus. Mit der vom Gemeinderat im vergangenen Jahr beschlossenen Verlagerung der Endhaltestelle soll eine „Zerschneidung“ der Einkaufsbereiche sowie der wichtigen Fuß- und Radverbindungen durch lange hohe Bahnsteige vermieden werden.

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Redakteur / Urheber
© Sabine Laartz (Stadt Fellbach)