Planungen für die Drei-Feld-Trainingshalle im Gäuäcker-Areal werden konkret


In Sachen Sportangeboten und sportlichen Leistungen kann Fellbach sich sehen lassen. Aber die Sporthallen der Stadt müssen nach und nach saniert werden. Dazu ist zunächst der Bau einer neuen Drei-Feld-Schul- und Trainingshalle geplant, die dann auch interimshalber während der Sanierungszeiten der Gäuäckerhalle I und der Zeppelinsporthalle genutzt werden kann. „Der Erhalt unseres Gebäudebestands und dessen energetische Ertüchtigung wird in den kommenden Jahren Ressourcen binden – finanzielle und personelle. Zu lange ist hier immer wieder geschoben worden“, erklärte Oberbürgermeisterin Gabriele Zull bereits bei der Einbringung des Haushaltes für dieses Jahr.

Im Zuge der letzten Haushaltsberatungen wurde die Verwaltung auch gebeten, zu prüfen, ob und in welchem Umfang ein Gesamtkostenziel für die Realisierung der Halle von 12 Millionen Euro, anstatt 15 Millionen Euro, möglich sei. In der Sitzung des Gemeinderats am Dienstag, 04.06.2024, stellte Baubürgermeisterin Beatrice Soltys die Prüfergebnisse der Verwaltung sowie Planungsänderungen der Raumkubatur, die sich aus Gesprächen mit Vereinsmitgliedern ergeben haben, vor.

Im Vergleich mit Referenzprojekten anderer Kommunen habe sich gezeigt, dass die prognostizierten Kosten im unteren bis mittleren Bereich liegen. „Wir gehören nicht zur oberen Liga verglichen mit anderen Hallen“, erklärte Soltys. Trotzdem sei es nicht so einfach, in diesen Zeiten zu bauen, da sich die Baukosten in den letzten zehn Jahren verdoppelt haben. Die einzige Möglichkeit einer Kostenreduzierung wäre, die Sportstätte als Freilufthalle zu realisieren. Da der Neubau im Gäuäcker-Areal allerdings auch als Schulsporthalle genutzt werden soll, ist das nicht möglich. Eine Vorgabe hierfür sind Mindesttemperaturen von 17 Grad Celsius. Deshalb kommen die Verantwortlichen der Stadtverwaltung zu dem Schluss, dass eine Realisierung der Halle mit einer Tribüne für 199 Zuschauer für 12 Millionen Euro nicht realistisch wäre.

Die kalkulierten Kosten sind sogar noch gestiegen. Hauptsächlich wegen der Zusatzkosten, die für die Vergrößerung des Bauvolumens und die Tribünenanlage anfallen, was von den Vereinen ausdrücklich gewünscht wurde. Kostenpunkt für die Tribüne: 1,1 Millionen Euro. Für die Vergrößerung des Raumvolumens von 45 x 24 Meter auf 45 x 27 Meter fallen zusätzlich 1 Millionen Euro an. Prognostiziert ist außerdem eine Preissteigerung von 200.000 Euro, weswegen aktuell mit Gesamtkosten von 16,5 Millionen Euro gerechnet wird.

Eine Verbreiterung der geplanten Trainingshalle, die für die Sportarten Handball, Volleyball und Basketball geeignet ist, um drei Meter hat laut den Vereinsvorständen einen deutlichen Mehrwert für die Nutzbarkeit. Die Erweiterung ermöglicht eine maximal flexible Hallennutzung und bietet eine bessere Spieltageabwicklung bei paralleler Nutzung.

„Wir alle wissen, wie dringlich die Situation ist“, betonte Sebastian Bürkle (SPD) in der anschließenden Aussprache. Sport spiele in Fellbach generell eine große Rolle, was auch so bleiben sollte. Deshalb sei es absolut richtig, nicht auf Sicht zu fahren, sondern sich für die größere und teurere Sporthalle zu entscheiden. Nadine Gothe (Grüne) begrüßte es, dass die Vereine bei der Planung miteinbezogen worden seien. Denn die Halle müsse so gebaut werden, dass die Nutzer langfristig damit arbeiten könnten. „Bei all der Freude, die Kosten tun weh“, sagte Ralf Holzwarth (FW/FD). Er appellierte, künftig früher mit den Vereinen in den Austausch zu gehen. Gestartet sei man mit einer einfachen Trainingshalle, unterwegs sei eine richtige Trainingshalle daraus geworden“, meinte Franz Plappert (CDU).

^
Redakteur / Urheber
© Mareike Hoff (Stadt Fellbach)