Erweiterungs- und Umbau der Feuerwehr Oeffingen beschlossen


Der Umbau und die Erweiterung des Feuerwehrhauses Oeffingen ist beschlossene Sache, dafür sprachen sich die Gemeinderäte in ihrer Sitzung am Dienstag, 04.06.2024, aus. Das Baugesuch soll eine Woche später bereits eingereicht werden, sodass die Bauarbeiten Ende des Jahres beginnen können, skizzierte Baubürgermeisterin Beatrice Soltys. Kostenpunkt: knapp fünf Millionen Euro. In circa zwei Jahren sollten die Arbeiten abgeschlossen sein.

Im Laufe der viereinhalbjährigen Planung ergaben sich Variantenüberlegungen und Abstimmungen mit den Nutzern, was beispielsweise dazu geführt hat, die Alarmstellplätze auf einen neuen Parkplatz Ost zu verlegen, weswegen Umplanungen des Gebäudes nötig wurden. Damit wird allerdings in ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet eingegriffen, wodurch Ausgleichsflächen geschaffen werden müssen, sagte Soltys. Zusätzlich soll im Rahmen der Arbeiten auch das Bestandsdach saniert werden. Vor allem im Außenbereich seien die Kosten sehr hoch, erklärte die Baubürgermeisterin.

Das Projekt beinhaltet final neben dem neuen Parkplatz einen Erweiterungsneubau und den Umbau des Bestandsgebäudes für die Feuerwehr sowie die Vereine. Der Feuerwehr steht im Erweiterungsbau im ersten Obergeschoss ein Mehrzweckraum sowie eine Teeküche, Toiletten, Büro- beziehungsweise Besprechungsräume und eine Übungsbalkon zur Verfügung. Im Erdgeschoss werden neue Umkleiden und Sanitärräume mit Schwarz/Weiß-Trennung, ein Funk- und Besprechungsraum sowie Technik- und Serviceräume entstehen. Im Bestandgebäude werden die Räumlichkeiten zu Lager- und Werkstatträumen umgebaut und die Umkleiden der Jugendfeuerwehr untergebracht. Der Besprechungsraum im Untergeschoss steht künftig ausschließlich den Vereinen zur Verfügung. Zusätzlich wird es eine barrierefreie Toilette sowie einen Hebelift geben. Die Wohnung im ersten Obergeschoss bleibt erhalten. Die Fahrzeughalle bleibt organisatorisch unverändert, die Alarmausfahrt erfolgt nach Osten, die Einfahrt von Westen über den Bestandsparkplatz.

Fünf Millionen seien zwar mehr als seine Fraktion erwartet habe, dennoch sage sie ja zum zweiten großen Baustein der Feuerwehr, sagte Andreas Möhlmann (SPD). Auch die Lösung der Parkierung begrüße die Fraktion. Viele Beteiligte, auch die Feuerwehr, hätten sich bei den Planungen aktiv miteingebracht und sinnvolle Anregungen gegeben, betonte Franz Plappert (CDU). Außerdem passe die Kombination der Ehrenämter – Feuerwehr und Musikverein – einfach zusammen. Auch Peter Treiber (FW/FD) war der Ansicht, dass sich sowohl die Vereine als auch die Feuerwehr über die Maßnahmen freuen könnten.

Simone Lebherz (Die Stadtmacher Fellbach) konstatierte, dass sich „unsere CO2-Bilanz“ freue, wenn die Dächer ganz massiv für Solaranlagen genutzt würden. Was auch so ist, wie Baubürgermeisterin Soltys bestätigen konnte. „Eine bittere Pille“ sei für ihre Fraktion, das wieder einmal eine Fläche versiegelt werde, sagte Beate Wörner (Grüne). „Wir werden zwar zustimmen, aber nur aus Wertschätzung für die Feuerwehr und deren Arbeit“, erklärte sie.

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Redakteur / Urheber
© Mareike Hoff (Stadt Fellbach)