Das neue Konzept trägt erste Früchte


Im November 2022 fiel der Startschuss für die „Agenda Werkstattpädagogik“, ein innovativer Ansatz der Diplom-Pädagogin Christel van Dieken. Eine erste Bilanz zogen die zuständigen Mitarbeiterinnen Susanne Moltzen und Elke Leiner, Amt für Bildung, Jugend, Familie und Sport, in der vergangenen Sitzung des Sozialausschusses: „Das ehemals übliche „Infans-Konzept“ war weder zeitgemäß noch entsprach sie den aktuellen Forschungsstandards der Pädagogik“, begründete Moltzen den Paradigmenwechsel in den städtischen Kitas und führte aus: „Das Konzept setzt auf Bildung aus Selbstbildung und die räumlich freie Gestaltung fördert die Kinder gezielt. Sowohl das erzieherische Personal als auch Kinder und Eltern ziehen ein positives Fazit“, war Sie überzeugt.

Selbsttätig Bildungserfahrungen machen, den eigenen Kita-Tag selbst bestimmen und sich weitgehend frei durch die Räumlichkeiten bewegen, sind drei wichtige Eckpfeiler der Werkstattpädagogik. Das Ziel dabei ist primär, dass Kinder ihre eigenen Interessen und Stärken selbst entdecken und diese gezielt eigenständig fördern. Jeder Raum der Tagesstätte ist als eine Art Werkstatt mit Ateliers organisiert, und bietet viele Möglichkeiten zum Experimentieren, begleitet vom „wahrnehmenden Beobachten“, das von den Erziehern vollzogen wird, um Erkenntnisse über jedes einzelne Kind sammeln zu können: „Mit diesem neuen Konzept bieten wir den Kindern in unseren acht Einrichtungen eine gelebte Pädagogik an, die hohe pädagogische Ziele verfolgt. Das Innenleben der Kitas hat sich dementsprechend stark verändert. Workshops, Weiterbildungen und die Einführung, während der Betrieb weiterläuft, waren eine große Herausforderung für Stadt, Einrichtungen und Personal, jedoch können wir sagen, dass alles gemeistert wurde“, freute sich auch Erster Bürgermeister Johannes Berner.

Die Gremiumsmitglieder begrüßten einstimmig die erfolgreiche Neuausrichtung und Einführung der Werkstattpädagogik und hatten durchweg positive Anmerkungen: „Etwas selbst zu tun, hilft immer sehr beim Lernen. Dass Kinder aktiv werden können, ist eine Win-Win-Situation für sie, den Erziehern und für Eltern“, war SPD-Stadträtin Ruth Lemaire überzeugt. „Dieses Konzept taugt was – Kinder vom Objekt zum Subjekt zu machen, überzeugt“, bilanzierte Stephan Illing, Stadtrat für die Grünen. Ob die Rotation an den Werkstätten gelinge und wie die konkrete Ausführung aussehe, wollten FW/FD-Stadträtin Karin Ebinger und CDU-Stadträtin Anja Off wissen: „Jede Werkstatt hat auch Elemente aus anderen Werkstätten, sodass Berührungspunkte stets gegeben sind“, klärte Elke Leiner auf.