Kulturamt bietet wieder zahlreiche Highlights


Die große Bandbreite des kulturellen Angebots in Fellbach, das bis über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist, war Thema in der Sitzung des Verwaltungsausschusses am vergangenen Dienstag, 06.02.2024. Maja Heidenreich, Leiterin des Kulturamts, gab dem Gremium einen Rückblick auf das abwechslungsreiche Programm des vergangenen Jahres sowie eine Vorschau auf dieses Jahr.

Das Highlight 2023 war zweifellos der Europäische Kultursommer mit Gastland Frankreich – das Kulturfestival mit Konzerten, Theater, Literatur, Ausstellungen und vielem mehr. „Was den Kultursommer ausgemacht hat, waren die vielen Menschen, die mitgemacht haben“, meinte Heidenreich. Auf Wunsch des begeisterten Publikums wird deshalb unter anderem die „Fête de la Musique“ am 21.06.2024, dem längsten Tag des Jahres, weitergeführt.

Bei ihrer Rückschau erklärte Heidenreich, dass sie im jährlichen Bericht im Verwaltungsausschuss jedes Mal den Fokus auf eine der fünf Einrichtungen des Kulturamts legen will, um sie detaillierter mit ihrem jeweiligen Programm vorstellen zu können. Im Fokus des jetzigen Berichts lag die Kunstschule, die 1988 von Friedrich Wilhelm Kiel gegründet wurde. Derzeit bietet diese 35 Jahreskurse für Kinder und Jugendliche sowie drei Kurse für Erwachsene. Zudem gibt es zahlreiche feste Schulkooperationen sowie freie Angebote für Kitas und Grundschulen, Ferienkurse, Kooperationskurse mit der Jugendtechnikschule Fellbach, Kunstcamps oder den Jugendkunstschulpreis. Zusätzlich können Kindergeburtstage und Workshops mit künstlerischer Anleitung am Wochenende gebucht werden. „Insgesamt nehmen 226 Teilnehmer an den regelmäßigen Kursen in der Kunstschule teil. An den festen Schulkooperationen sind insgesamt 418 Schüler beteiligt“, erläuterte die Kulturamtsleiterin. „Die Kurse sind voll ausgebucht und das Feedback ist durchweg positiv.“

Besonders hervor hob sie zwei Sonderprojekte, die ein Alleinstellungsmerkmal für Fellbach darstellen. Alle dritten Klassen der Fellbacher Grundschulen kommen jeweils an drei Vormittagen in die Kunstschule, um am Programm „Wissenskünstler“ teilzunehmen. So lernen jährlich circa 500 Kinder die wissenschaftlichen Grundlagen der Farbherstellung kennen. Bei den Bilderbuchkindern Fellbach (BIBUK) geht es wiederum um Lese- und Sprachentwicklungsförderung. Das kostenlose Nachmittagsangebot richtet sich an eine feste Gruppe von 15 Grundschulkindern aus den Klassenstufen 2 und 3. „Beide sind teilhabegerechte Programme, von denen auch Kinder, die sonst nicht in die Kunstschule kommen, profitieren“, so Heidenreich.

Beim Ausblick auf dieses Jahr erläuterte die Kulturamtsleiterin, dass im Jahr der Mörike-Preisverleihung der Schwerpunkt traditionell auf Literatur und Sprache liege. Los ging es bereits Ende Januar im StadtMuseum mit der Ausstellung „Deutsch Ist Beautiful“. Von April bis Juli gibt es dann das vielseitige Veranstaltungsprogramm „Prosa, Pop und Poesie“. „Hier ist für jeden was dabei, es gibt sehr viel zum Mitmachen und Genießen“, verspricht Heidenreich. Auf dem Programm stehen beispielsweise moderierte Lesungen von vergangenen Mörikepreisträgern, das Kinderkulturfest oder eine Silent Disco in den ehemaligen Tropfkörpern im Weidachtal. Der Höhepunkt ist die Verleihung des Mörike-Preises am 15.05.2024 an Jaroslav Rudiš mit anschließendem Konzert der Kafka Band, dessen Sänger der Preisträger ist.

Des Weiteren bietet das Repertoire des Kulturamts unter anderem wieder Rathauskonzerte, das Dunkelbunt Festival, die Orgelkonzerte, ein Jazzwochenende sowie ein vielseitiges Theaterprogramm in der Schwabenlandhalle, den Kulturgarten, ein buntes Kinderprogramm und vieles mehr. Zudem wird es verschiedene Ausstellungen in der Galerie sowie im StadtMuseum geben. Zusätzlich beteiligt sich das Kulturamt an Veranstaltungen zum Thema Demokratie und 75 Jahre Grundgesetz.

„Sehr angebotsreich und sehr begrüßenswert“ kommentierte Agata Ilmurzynska (Grüne) anschließend. Besonders gespannt sei sie auf die Silent Disco. Andreas Möhlmann (SPD) lobte die unwahrscheinliche Bandbreite des kulturellen Angebots. „Die Mischung macht‘s“, bekräftigte er und zeigte sich erfreut über die Weiterführung der „Fête de la Musique“. Fellbach sei ohne Frage eine Kulturstadt, meinte Ulrich Lenk (FW/FD). Auch er lobt das vielseitige Angebot und betonte, wie wichtig niederschwellige Angebote seien. „Der Kultursommer ist ein Edelstein der Kultur“, sagte Hans-Ulrich Spieth (CDU), der bestätigte, wie viele Fellbacher mit Begeisterung dabei gewesen seien.

^
Redakteur / Urheber
© Mareike Hoff (Stadt Fellbach)