Jugendtheaterfestival mit europaweiter Strahlkraft


EBM Johannes Berner (links) mit der Siergruppe Mutabor und dem „Goldenen Sneaker“ – eine Hommage an Peter Hauser.

„Die Bunte Bühne ist das Highlight der Theaterarbeit im Jugendhaus, ein Pfeiler der internationalen Jugendbegegnung und ein Pfeiler des deutsch-französischen Jugendaustausches, der auf eine lange Tradition hier in Fellbach zurückblickt“, so Oberbürgermeisterin Gabriele Zull bei der Eröffnung der Bunten Bühne am vergangenen Mittwoch.

Ende November hatte sich das Jugendhaus Fellbach wieder einmal in einen Theaterort der besonderen Art verwandelt. Grund war das beliebte Jugendtheaterfestival „Bunte Bühne“, das zum 31. Mal in den Räumen in der Esslinger Straße stattfand. Zur diesjährigen Bunten Bühne wurden Gäste aus Argentinien, Frankreich, Polen, Rumänien und Deutschland. Die OB freute sich sehr über die jungen Gäste: „Die Verbindung zur Theatergruppe ‚Le Théâtre du sycomore‘ aus unserer Partnerstadt Tournon sur Rhône bestehen schon sehr lange, die ich hier gemeinsam mit allen anderen Gruppen aus Nah und Fern begrüßen möchte.“

Unter dem diesjährigen Motto „respect!“ fanden von Dienstag bis Samstag letzter Woche zehn Theaterstücke und drei Konzerte statt. Eine Podiumsdiskussion im Stadtteil und Familienzentrum mit dem Thema „skip the gap - Internationale Jugendkulturarbeit ohne Grenzen?“, moderiert von Elea Wolf und Elisabeth Blank, ergänzten das Angebot rund um die „Bunte Bühne“.

Nicht nur die Teilnahme am Festival und der gegenseitige interkulturelle Austausch der Jugendlichen machen die „Bunte Bühne“ zu einem besonderen Event, auch die Verleihung des Peter Hauser Preises zeigt den Stellenwert der Jugendveranstaltung. Der Peter Hauser Preis wird für vorbildliches Kinder- und Jugendtheater bei der Bunten Bühne verliehen und unter allen Theaterstücken, die zur Bunte Bühne eingeladen wurden, entscheidet eine Jury über die Vergabe des mit 3.000 Euro dotierten Preises, mit dem auch an den zu früh verstorbenen früheren Jugendhaus- und Theaterleiter Peter Hauser, der die Bunte Bühne mit aus der Taufe hob, erinnert werden soll. Ester Bürgermeister Johannes Berner blickte vor der Verleihung am vergangenen Samstag auf die Entstehung des Preises zurück: „Im

Juni 2021 beschloss der Gemeinderat der Stadt Fellbach, den Peter-Hauser-Preis auszuloben und im Rahmen der ‚Bunten Bühne‘ zu verleihen“, so der Erste Bürgermeister. „Besonderen Dank gebührt dabei der in Fellbach ansässigen Dr. Karl und Elisabeth Eisele-Stiftung, die die Preisverleihung zur Förderung der Völkerverständigung seit Beginn finanziell unterstützt.“

Die fünfköpfige Jury (Hermann Hauser, Bruder von Peter Hauser, Cecil Mack, Mitarbeiterin im künstlerischen Betriebsbüro des Badischen Staatstheaters Karlsruhe, Stela Katić, freiberufliche Schauspielerin und Theatertherapeutin, Babett Ulmer, Vizepräsidentin des Landesverband Amateurtheater BW und Mitglied des Vorstandes der Bundesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung und Constanze Clostermeyer, Kulturamt der Stadt Fellbach) hat es sich nicht leicht gemacht und am Samstag bis kurz vor der offiziellen Verkündigung die Köpfe rauchen lassen.

Dennoch musste eine Entscheidung getroffen werden und die fiel auf „Mutabor“. Eine Inklusive Theatergruppe aus Herxheim die das Stück „Der Fischer und seine Frau“ auf die Bühne gebracht hatten. „Die Gruppe hat schwere Themen durch klare und ästhetische Formen allgemein verständlich umgesetzt“, so Jurymitglied Stela Katić.

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Redakteur / Urheber
© Julia Küstner (Stadt Fellbach)