Herausforderungen wachsen


Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei und trotzdem stellen sich neue Fragen: Wie wirken sich der drohende Gas-Mangel und die steigenden Energiekosten auf die Unternehmen aus? Wie kommen die Unternehmen mit dem Fachkräftemangel oder auch den Lieferengpässen zurecht? Die Gesprächsthemen beim Austausch zwischen Markus Beier, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Rems-Murr (IHK), mit Oberbürgermeisterin Gabriele Zull und dem Wirtschaftsförderer Dr. Christoph Pfefferle waren vielfältig.

Auch die Herausforderungen des drohenden Gas-Mangels führten zu Unsicherheiten. „Ich bin froh, dass die Fellbacher Stadtwerke mit den Unternehmen in Kontakt stehen“, betonte Oberbürgermeisterin Gabriele Zull. Die direkte Kommunikation erleichtere den Informationsfluss. „Die finanziellen und organisatorischen Herausforderungen sind groß – sowohl für die Unternehmen als auch für die Kommune“, ist sich Zull sicher. Gewerbeflächen seien nach wie vor „ein knappes Gut“, waren sich die Gesprächspartner einig. Beide befürworten auch, dass in dem künftigen Gewerbegebiet Siemensstraße Klima- und Umweltschutz deutlich an Gewicht gewonnen haben. Vielfach läge aber in Fellbach auch beim Gewerbe der Fokus auf der Nachverdichtung. „Die Projekte im IBA-Gebiet, dem Gewerbegebiet an der Stuttgarter Straße, liefern zu Nachverdichtungen und Attraktivierungen bestehender Flächen sicher weitere Anregungen“, führte Oberbürgermeisterin Zull aus.

„Die Suche nach qualifizierten Fachkräften ist schon seit längerem ein bestimmendes Thema bei den Unternehmen“, erklärte Markus Beier. Allerdings verschärfe sich die Situation weiter, vor allem da auch viele Arbeitnehmer in den kommenden Jahren in den Ruhestand gingen. Zeitweilig würde die Planung auch durch die andauernde Corona-Pandemie eng, da immer noch viele sich infizierten. Parallel dazu führten aber Materialknappheit und Lieferprobleme bei den Betrieben zu deutlichen Anspannungen. „Die Lieferketten sind teilweise unterbrochen, Kalkulationen werden schwierig“, fasste er zusammen. Gerade wenn das Fehlen einzelner Komponenten die Fertigstellung des Produktes verhindert, könne dies auch zu Liquiditätsproblemen führen. „Verkaufen können sie nur das fertige Produkt.“

Insgesamt ist Fellbach durch den sehr hohen Standard im Glasfaserausbau gut aufgestellt. „Alle Gewerbegebiete sind angeschlossen und die Unternehmen können auf das Glasfasernetz zugreifen. Auch der weitere Ausbau im Stadtgebiet ist bereits geplant“, skizzierte Christoph Pfefferle den Sachstand. Der auch zusammen mit Oberbürgermeisterin Zull die Pläne für den Clusterausbau im Bereich Biotechnologie vorstellte. „Die Herausforderungen bleiben und werden sicher noch wachsen“, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig, die weiter im engen Austausch bleiben wollen.

Markus Beier, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Rems-Murr (IHK), Oberbürgermeisterin Gabriele Zull und Wirtschaftsförderer Dr. Christoph Pfefferle (v. l.n.r.) (Foto: Sabine Laartz)

Markus Beier, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Rems-Murr (IHK), Oberbürgermeisterin Gabriele Zull und Wirtschaftsförderer Dr. Christoph Pfefferle (v. l.n.r.) (Foto: Sabine Laartz)

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Redakteur / Urheber
© Sabine Laartz (Stadt Fellbach)