Überzeugender Entwurf für den Neubau der Feuerwehr


„Der nächste wichtige Schritt ist getan und der Neubau des Feuerwehrhauses nimmt Gestalt an“, stellte Oberbürgermeisterin Gabriele Zull fest. Am Donnerstag, 2. Juni, hatte das Preisgericht die eingegangenen 17 Entwürfe des Architektenwettbewerbs für den Neubau des Fellbacher Feuerwehrhauses bewertet und einen eindeutigen Sieger gekürt. Der Entwurf des Reutlinger Architekturbüros Zeeb Digel überzeugte Fachpreisrichter und Feuerwehrleute. Insgesamt wurden zwei Preise und zwei Anerkennungen vergeben.

Die Aufgabe für die Planer war komplex: Das neue Feuerwehrhaus steht am Stadtrand und wird neben der Fellbacher Feuerwehr auch die Kriminalprävention beherbergen. Das Haus wird den Ortseingang markieren, muss stadtbildprägend sein und dabei kurze Wege und sichere Funktionalität bieten. Diese verschiedenen Aufgaben verknüpfte das Reutlinger Architekturbüro überzeugend. Der kompakte Bau arbeitet mit zwei beziehungsweise beim Kopfbau an der Bühlstraße mit drei Geschossen und bildet den Schlauchturm als „filigrane Skulptur“ aus, wie der Vorstand des Preisgereichtes Dr. Jörg Aldinger bilanzierte. Die Tiefgarageneinfahrt werde auch bei Übungen nicht blockiert. Die klare Zuordnung der Funktionen, zwei Ausfahrten und eine Umfahrung des Gebäudes ermöglichen im Alarmfall einen reibungslosen Ablauf. „Die zahlreichen Zu- und Abfahrten sowie die Ausrichtung der Parkflächen haben uns Kopfzerbrechen bereitet“, kommentierte Architekt Ralf Digel die Aufgabenstellung.

Dabei mussten die Planer im künftige Baugebiet auch einen Niveauunterschied von vier Meter berücksichtigen. „Feuerwehren schätzen ebene, kurze Wege, ohne Treppen“, formuliert Christine Zeeb die daraus resultierende zusätzliche Aufgabe. Vom Anrücken über die Umkleiden bis zu den Fahrzeugen wurde daher auf eine übersichtliche Struktur geachtet. Auch die Räume für die Kriminalprävention, die im Kopfgebäude angedacht sind, entsprechend dieser Logik. Sie befinden sich im oberen Geschoss auf einer Ebene, was die Arbeit begünstige, lobte Polizeipräsident Rainer Möller. Der einladende Eingang mit Foyer ist dem Vorplatz zugewandt und entspricht dem öffentlichen Auftrag der Kriminalprävention. Die Mehrfachnutzung des Gebäudes und die Vorgabe einer Tiefgarage sei bewusst gewählt, sagte Oberbürgermeisterin Zull bei der Präsentation der Wettbewerbsergebnisse. Damit werde das bisherige gute Miteinander von Feuerwehr und Kriminalprävention fortgeführt und das Gebäude optimal ausgenutzt.

Die kurzen Wege und die durchdachte Anordnung der verschiedenen Funktionen begeisterten auch die Fachleute. „Wir sind vollauf zufrieden“, stellte Feuerwehrkommandant Christian Köhler fest. Der Entwurf setze die Anforderungen der Nutzer gekonnt um. „Ein solches Gebäude zu planen, optimal anzupassen und städtebaulich zu integrieren, ist alles andere als ein Selbstläufer. Der Architektenwettbewerb war daher die logische Konsequenz und die richtige Entscheidung für ein solch prägendes Gebäudes“, fasste Gabriele Zull zusammen. Als nächstes entscheide der Gemeinderat über die Annahme der Planung, bevor es dann an die Feinabstimmungen gehe. Der Baubeginn ist für Ende 2024 angedacht.

Ergebnis des Architektenwettbewerbs:

Platz 1: Zeeb Digel Architekten, Reutlingen

Platz 2: Architekturbüro VON M GmbH, Stuttgart

Der Entwurf des Architekturbüros Zeeb Digel überzeugte auch bei der Präsentation der Entwürfe des Architektenwettbewerbs: MdL Julia Goll, Ralf Digel und Christina Zeeb vom Architekturbüro Zeeb Digel, Dr. Jörg Aldinger, Vorsitzender des Preisgerichtes und

Der Entwurf des Architekturbüros Zeeb Digel überzeugte auch bei der Präsentation der Entwürfe des Architektenwettbewerbs: MdL Julia Goll, Ralf Digel und Christina Zeeb vom Architekturbüro Zeeb Digel, Dr. Jörg Aldinger, Vorsitzender des Preisgerichtes und Oberbürgermeisterin Gabriele Zull (v.l.n.r.)