Mehr Artenreichtum im eigenen Vorgarten


Schottergärten oder stark versiegelte Vorgärten geben Insekten nur wenig Lebensraum, außerdem heizen sich solche Fläche im Sommer mehr auf – beides Faktoren, die dem Artenreichtum und dem Klimaschutz entgegenlaufen. Wie solche Vorgärten anders gestaltet werden können, dazu gibt Landschaftsarchitektin Christiane Meßner Hausbesitzern ab April Tipps und Ratschläge. Die Beratungstermine werden von der Stadt Fellbach organisiert und finanziert. „Das Programm ist ein Baustein für mehr und auch qualitätvolleres Grün in der Stadt“, erklärt Oberbürgermeisterin Gabriele Zull.

Sie waren mal „in“, inzwischen sind die sogenannten Schottergärten auch durch die Landesbauordnung verboten. Die Gärten wurden als möglichst „arbeitsschonend“ vermarktet und weisen größere Flächen mit Kies oder Platten auf. Die Flächen werden nur vereinzelt durch Pflanzen aufgelockert. Im Stadtgebiet von Fellbach gibt es die reinen Schottergärten nur noch vereinzelt, doch „Vorgärten mit etlichen Quadratmetern versiegelter Fläche und Pflanzen, die Insekten keine Nahrung bieten, sind durchaus noch verbreitet“, bilanzieren Gundis Steinmetz und Jana Stecher. Die beiden Landschaftsplanerinnen fördern im Auftrag der Stadt die biologische Vielfalt und haben dazu unter anderem dieses neue Beratungsprogramm konzipiert.

Dazu haben sie sich die Landschaftsarchitektin Christiane Meßner mit ins Boot geholt, die unter anderem die Bepflanzung des Parks rund um die Schwabenlandhalle geplant und umgesetzt hat. Sie wird die Gartenbesitzer im einstündigen, kostenfreien Gespräch beraten und ihnen Möglichkeiten für die ökologische Aufwertung aufzeigen. Im Fokus stehen dabei insektenfreundliche einheimische Pflanzen. Dabei werden natürlich Standorte und Pflege genauso berücksichtig wie eigene Vorlieben. Die Landschaftsarchitektin mit Büro in Echterdingen arbeitet mit dem Prinzip der Staudenmischpflanzung. Hierbei werden für eine bestimmte Quadratmeterzahl die Art und die Menge der Pflanzen festgelegt, so dass das Prinzip problemlos auf die ganze Fläche erweiterbar ist.

Zunächst sind an zwei Tagen – Dienstag, 13. April und 11. Mai - die jeweils einstündigen Termine angedacht. Interessenten melden sich direkt über die unten angegebenen Kontaktmöglichkeiten bei Frau Meßner an. „Bei Bedarf können wir das Angebot gerne erweitern“, sagt Steinmetz. Die Beratung findet nur nach Anmeldung im Rathaus unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen statt. Wenn möglich, sollten zum Beratungsgespräch Fotos von der Fläche mitgebracht werden, die zur Umgestaltung ansteht. 

Grundsätzlich ist die Beratung zwar kostenfrei, doch „bei der Umsetzung kommen natürlich Kosten auf die Hausbesitzer zu. Die Entsorgung des Schotters, die zusätzliche Erde oder auch die Pflanzen und das neue Anlegen des Gartens müssen von den Eigentümern finanziert werden“, führen Stecher und Steinmetz aus. „Wir wollen den Gartenbesitzern konkrete Hilfestellungen geben“, so die beiden Fellbacher Landschaftsplanerinnen, doch das Projekt hat dieses Jahr Premiere und natürlich, „kann bei der ein oder anderen Frage noch ein kleines Nachsteuern nötig sein.“

Kontakt für die Beratung:

Die Anmeldung zum Beratungsgespräch erfolgt direkt bei Christiane Meßner, cm@kienleplan.de, Tel. 0711/ 45 79 122

Beratungstermine:

Dienstag, 13. April 2021

Dienstag, 11. Mai 2021

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