Das Rebhuhn (Perdix perdix) ist ein bodenbrütender Feldvogel, der früher weit verbreitet in unserer Agrarlandschaft lebte und ein vertrauter Teil der heimischen Natur war. Doch in den letzten Jahrzehnten ist der Bestand dramatisch zurückgegangen – insbesondere intensive Landnutzung, Lebensraumverlust, der Rückgang von Insekten und zunehmende Verluste durch Fressfeinde haben dem Rebhuhn stark zugesetzt.
In Baden-Württemberg gilt das Rebhuhn heute als vom Aussterben bedroht und steht auf der Roten Liste. Während es vielerorts bereits ganz verschwunden ist, gibt es in Fellbach noch ein regional bedeutendes Vorkommen. Doch auch auf dem Schmidener Feld wurde ein starker Rückgang beobachtet: Im Jahr 2000 wurden 120 Brutreviere gezählt – 2019 waren es nur noch 10.
Im Jahr 2013 wurden erste Schutzmaßnahmen ins Leben gerufen, um gegen diesen Rückgang anzugehen. Mittlerweile ist ein Kooperationsprojekt verschiedener Akteure entstanden, die gezielte Maßnahmen zum Schutz des Rebhuhns umsetzen. Dadurch konnte das lokale Aussterben verhindert und der Bestand des Rebhuhns stabilisiert werden. Im Frühjahr 2025 wurden wieder 20 Rebhuhnreviere auf dem Schmidener Feld nachgewiesen.
Warum das Rebhuhn schützen?
Es ist ein Indikator für die Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft.
Sein Schutz kommt auch vielen anderen Arten zugute.
Es verbindet Naturschutz und Landwirtschaft auf vorbildliche Weise.
Maßnahmen
Das Projektgebiet auf dem Schmidener Feld umfasst ca. 800 ha. Dort werden verschiedene Maßnahmen durchgeführt, die den Bestand des Rebhuhns sichern und verbessern sollen. Diese Maßnahmen kommen auch anderen Arten, wie z.B. der Feldlerche und einer Vielzahl von Insektenarten zugute. Insgesamt dienen sie dem Erhalt und der Stärkung der Artenvielfalt in der offenen Agrarlandschaft.