Warum eine Grünstrategie?
Grünflächen filtern Staub und Schadstoffe aus der Luft, spenden Schatten und Kühlung an heißen Tagen, bieten Raum zur Erholung und Lebensraum für Tiere und Pflanzen und wirken sich positiv auf den Gesundheitszustand und das Wohlbefinden der Bevölkerung aus. Grüne Infrastruktur macht unsere Städte lebenswert und leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Gleichzeitig leidet unser Stadtgrün selbst an der zunehmenden Hitze und Trockenheit.
Damit unser Stadtgrün seine vielfältigen Funktionen erfüllen kann, reicht es nicht aus die bestehenden Grünstrukturen zu erhalten. Sie müssen aktiv wiederhergestellt, umgestaltet, ergänzt und vernetzt werden. Nur so kann auch weiterhin eine gute Lebensqualität, gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse und damit die Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger gewährleistet werden.
Die Strategie zur Stärkung der Grünen Infrastruktur (kurz: Grünstrategie) gibt dafür ein umfassendes Handlungskonzept.
Ziele
Mit der Grünstrategie soll für ein angenehmes Stadtklima und eine hohe Aufenthaltsqualität gesorgt werden und mehr Artenvielfalt und Grün in der Stadt geschaffen werden. Ein dichtes Netz aus begrünten Flächen und Straßen soll dazu beitragen, dass sich der besiedelte Bereich in den zu erwartenden heißen Sommern weniger stark aufheizt. Mehr Regenwasser soll versickern können, um auch lange Dürreperioden besser zu überstehen und Starkregenereignisse abzumildern. Gleichzeitig soll ein Luftaustausch mit dem offenen Landschaftsraum das Stadtklima verbessern. Vorhandene Grünräume sollen erhalten und im Sinne der Biodiversität und Vernetzung angepasst werden.
Um diese Ziele zu erreichen, wurden sechs Handlungsbausteine in der Grünstrategie definiert.