900 Jahre:
Wir in Fellbach

1121 bis heute

Historisches

Hinter all dem historischen Rätselraten um die Anfänge Fellbachs bleibt eine Gewissheit:  Die in der "Zwiefalter Chronik" für das Jahr 1121 verzeichnete Schenkung von Land und Wald bei Fellbach durch die Pfalzgräfin von Calw ans Kloster Zwiefalten markierte den Beginn des Ortes. Von nun an wuchsen Wiesen, Äcker, Höfe und Kapelle zu einem „Flecken“ zusammen. Bauern und Handwerker siedelten sich an, Bauten und Wegenetze entstanden. Noch heute lässt sich die frühe Kernstruktur im Stadtplan des Oberdorfes ablesen.

Diese bisher früheste Nennung „Velbachs“ ist 900 Jahre später Anlass auf die lange Geschichte Fellbachs zu blicken und ein stolzes Ortsjubiläum zu feiern! Neun Jahrhunderte leben Menschen an diesem Ort – neun Jahrhunderte haben sie Spuren hinterlassen – neun Jahrhunderte Geschichte gilt es zu entdecken.

Zusammen mit den Fellbacher Filmschaffenden von underpier 27 wurde zum 900-​Jahr-Jubiläum ein Videoclip produziert.


Auftakt des Jubiläumsprogramms am 2. Mai 2021

Auch wenn die offizielle Eröffnung des Fellbacher 900-​Jahr-Jubiläums coronabedingt auf Juli verschoben werden muss, möchten die Verantwortlichen vom Kulturamt dennoch am ursprünglich geplanten Auftakt des Jubiläumsprogramms am 2. Mai 2021 mit kleinen Aktionen im Stadtraum auf den Start ins Jubiläumsjahr hinweisen. So wandeln historische Fellbacher Persönlichkeiten – wie beispielsweise die Pfalzgräfin von Calw, die Fotografin Hansel Mieth und der Dichter Eduard Mörike – auf den Straßen und Plätzen rund ums Rathaus und regen dazu an, sich mit der Geschichte der Kappelbergstadt auseinanderzusetzen. Zu verschiedenen Zeiten erklingt von Fellbacher, Schmidener und Oeffinger Kirchtürmen herab sowie auf dem Kappelberg Bläsermusik des CVJM-​Posaunenchors, des Posaunenchors Schmiden/Oeffingen und der Fellbacher Jagdhornbläser. Mitarbeiterinnen des Kulturamts verteilen rund ums Rathaus Luftballons, ein Jubiläumsquiz und vegane Gummibärchen. Am Abend ist eine Lichtinstallation am Turm der Lutherkirche geplant.

Darsteller: Dichter Eduard Mörike, die Fotografin Hansel Mieth und die Pfalzgräfin Liutgard von Calw
Eduard Mörike, Hansel Mieth und die Pfalzgräfin von Calw

Mehr zu den historischen Persönlichkeiten der Stadtgeschichte

Mehr zum Auftakt des Jubiläumsprogramm

Ausstellungen

StadtMuseum

ORT WORT WEIN

Die Jubiläumsausstellung im StadtMuseum Fellbach konnte nur realisiert werden, weil viele Fellbacher Bürgerinnen und Bürger sich engagiert eingebracht und mitgemacht haben. Über 50 Menschen haben gesucht, gefunden und erzählt. Sie haben sich erinnert oder über die Zukunft nachgedacht. Sie haben ihre Eltern, Großeltern oder Kinder befragt, Erinnerungen ausgetauscht oder Erfahrungen geschildert. Dafür haben die Fellbacher Schränke, Kisten oder Fotoalben durchforstet.

Die Sonderschau lässt uns teilhaben an den persönlichen Fellbacher Geschichten und zeigt die besonderen Blickwinkel.

Laufzeit: 17. Juli 2021 - 09. Januar 2022

Mehr zu ORT WORT WEIN

Städtische Galerie

Spuren - ein offenes Fotoprojekt zur 900-Jahrfeier der Stadt Fellbach

Bislang unbeachtete Zeugen, zufällige Überlebende, Übriggebliebenes, auch liebevoll Gepflegtes, Verschwindendes, früher einmal wichtig Gewesenes. Gezeigt werden die stillen Botschaften aus der Vergangenheit: alte Schilder, Türen, Luftschutzdeckel, Werbung, Kaugummiautomaten, Gebäude im Dornröschenschlaf, um nur einiges zu nennen.

Laufzeit: 20. Juli bis 5. September 2021

Cariati – so weit und doch so nah

Fotoausstellung zum 40-jährigen Jubiläum des Centro Italiano

Laufzeit: 2. September bis 3. Oktober 2021

Veranstaltungen

Das Jubiläumsprogramm des Fellbacher Kulturamts unter dem Motto „Wir in Fellbach“ präsentiert zahlreiche Veranstaltungen in Kooperation mit den Fellbacher Vereinen, Institutionen, Kirchen und Schulen.

Veranstaltungskalender

1121 – 2021

Feiern Sie mit uns zusammen 900 Jahre „Wir in Fellbach“!

Logo 900 Jahre gross

Mitwirkende am Jubiläumsprogramm

Kappelberg Luftaufnahme mit Fellbach

„Das Felbacher Feld ist eines der bestkultivirten in dem ganzen Königreiche, und der Felbacher Wein gehört zu den vorzüglichsten Neckarweinen […]. Der Ort hat auch viele Handwerker, 4 Schildwirthschaften und eine Gypsmühle, auch wird eine Käserey und von Einzelnen ein nicht unbedeutender Weinhandel getrieben. […]“

aus der Beschreibung des Oberamts Canstatt, 1832

Aquarell der Lutherkirche mit Wassergraben

Zwei Mönche des Klosters Zwiefalten, Ortlieb und Berthold, hatten zu dieser Zeit mit der schriftlichen Fixierung aller Besitzungen der Abtei begonnen. Unter ihren Händen ist ein gewichtiges Werk entstanden, deren Inhalte bis heute von großem historischem Wert für viele württembergische Ortschaften sind. Leider ist genau die Version Bertholds, in welcher Fellbach erstmalig genannt wurde, nicht mehr im Original, sondern nur als Abschrift aus dem 16. Jahrhundert erhalten. Darin heißt es:

„Iuxta Dirinchain et Velbach palatina de Kalewa plus quam viginti iugera et magnum nemus dedit.“ Die deutsche Übersetzung lautet: „In Untertürkheim und Fellbach gab die Pfalzgräfin von Calw mehr als 20 Morgen und 1 großen Wald.“

Die früheste Nennung Fellbachs findet sich in der sogenannten „Zwiefalter Chronik“ aus dem 12. Jahrhundert.

Kontakt

Kulturamt

Kulturamt
Hintere Straße 16
70734 Fellbach
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