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Triennale Fellbach Kleinplastik 2022

Kuratorin wird Elke aus dem Moore

Elke aus dem Moore  Foto: Frank Kleinbach

Die Triennale Fellbach Kleinplastik ist seit ihrer Gründung im Jahr 1980 ein international beachtetes Forum für zeitgenössische Skulptur. Als einzige – im Turnus von drei Jahren – wiederkehrende Ausstellung aktueller Kunst im Südwesten Deutschlands spielt die anspruchsvolle und umfangreiche Skulpturen-Schau im bundesweiten Kulturkalender eine herausragende Rolle. In der imposanten Alten Kelter besitzt die Triennale seit dem Jahr 2001 einen Ausstellungsort, der aufgrund von Dimension und Atmosphäre die Besucher in seinen Bann schlägt.
 
Die Erfolgsgeschichte der Triennale wurde maßgeblich von deren künstlerischen Leitern geschrieben. Sie gaben den Ausstellungen ihre jeweils eigene kurato-rische Handschrift. Während für die Triennale 1-7 geografische und geopolitische Prämissen vorgegeben waren, haben sich die Verantwortlichen seit 2001 –
im Zeichen einer Globalisierung der Kunst – für eine konzeptionelle Öffnung entschieden, wodurch ästhetische, kunsthistorische und soziologische Fragen in den Vordergrund rückten. Die Internationalität der ausgestellten Künstler blieb gleichwohl Richtschnur – ebenso eine nicht dogmatisch verstandene Fokussierung auf Skulptur im kleineren Format. Aus der Reihe bisheriger namhafter Kuratoren sei beispielhaft Manfred Schneckenburger (3. Triennale 1986) genannt, der seinerzeit auch die documenta kuratiert hatte. Damit wurde ein Anspruch etabliert, der den folgenden Triennalen Verpflichtung war. Kura-toren der jüngeren Triennalen waren Jean-Christophe Ammann, Ulrike Groos, Angelika Nollert mit Yilmaz Dziewior, Susanne Gaensheimer und schließlich 2019 Brigitte Franzen.
 
 
 
Die kommende 15. Triennale 2022 wird von Elke aus dem Moore kuratiert werden. Elke aus dem Moore ist seit 2018 Direktorin der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart. Dieses seit 1990 existierende internationale Artist-in-Residence-Programm hat mittlerweile rund 1400 junge Künstler/innen aus der ganzen Welt beherbergt, denen es Förderung ihrer Arbeit und die Möglichkeit zu künstlerischem Austausch bietet. Es stellt für die internationale Kunstszene ein wichtiges globales und transdisziplinäres Netzwerk dar, von dem auch die Triennale wiederholt profitiert hat. Seit 2006 war Frau aus dem Moore Leiterin der Abteilung Kunst des Instituts für Auslandsbeziehungen, das weltweit vernetzt vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart gefördert wird. In dieser Funktion koordinierte und realisierte sie unter anderem über viele Jahre den Deutschen Pavillon auf der Kunstbiennale Venedig. Kernaufgabe des ifa ist der internationale Kunst- und Kulturaustausch und so war und ist das ifa traditionell ein „natürlicher“ Partner unserer Triennale, die mit ihrem internationalen Anspruch immer auf dessen Unterstützung zählen konnte. Von 2003 bis 2006 war Elke aus dem Moore Leiterin des Künstlerhauses Stuttgart und davor von 1999 bis 2002 Kuratorin an der Shedhalle in Zürich. Ihr Studium der Literatur- und Kunstwissenschaften absolvierte sie in Osnabrück, Zürich und Bochum. Sie ist Mitgründerin der International Biennial Association – IBA und der online-Plattform Contemporary And – C&. Weiterhin ist sie Heraus-geberin und Autorin zahlreicher Kataloge und Fachartikel. Gastdozenturen nahm sie wahr in Deutschland, Großbritannien und der Schweiz. Zudem ist sie Mitglied in zahlreichen Fachgremien und Jurys. Der kuratorische Ansatz Elke aus dem Moores folgt dem Prinzip der Begegnung, des Austauschs und des Dialogs. Die Verschränkung von globalen gesellschaftlichen Fragestellungen mit lokalen Erfahrungen und Praktiken zeitgenössischer Kunst bestimmen die programma-tische Ausrichtung ihrer Arbeit. Sie initiierte zahlreiche Ausstellungen, Zusammenkünfte, Konferenzen und Workshops.

Kontakt

Kulturamt Fellbach, Marktplatz 1, 70734 Fellbach,
Telefon 0711/5851-364, E-Mail: kulturamt@fellbach.de; www.triennale.de