Innovatives Fahrradparken mit dem Paternoster

Automatisches Fahrradparkhaus am Bahnhof

Ein automatisches Fahrradparkhaus, das mit Paternosteraufzügen arbeitet, soll künftig das sichere Abstellen von Fahrrädern am Bahnhof ermöglichen.
 



Es ist innovativ und setzt doch auf bewährte Technik – das automatische Fahrradparkhaus, das im kommenden Jahr am Bahnhof errichtet werden soll. Mit Mehrheit beschlossen die Gemeinderäte am vergangenen Dienstag, 18. Juli 2017, den Bau eines 13 Meter hohen schlanken Fahrradturms, der 76 Fahrrädern Platz bieten wird. In dem vollautomatischen Parkhaus sorgen vier Paternoster-Aufzüge mit jeweils eigenen Zugangstüren für die sichere Verwahrung der Räder.
 
Vier Paternoster und eine ansprechende Stahlkonstruktion, die im oberen Bereich mit einer nachhaltigen Fassade aus recyceltem Altglas verkleidet wird – die Architektur des Entwurfs ist bemerkenswert. „Ansprechend und den Platz aufwertend“, charakterisierte Baubürgermeisterin Beatrice Soltys den Entwurf des Architekturbüros Zoll für die Schweizer Firma Klausner. Von innen beleuchtet und auf einer Fläche von fünf mal fünf Meter stehend, kann sich das Parkhaus zu einem Markenzeichen für den Bahnhofsvorplatz entwickeln. Vor allem Pendler können mit Hilfe einer Codekarte künftig dort ihre Räder einparken.
 
Das Unternehmen Klausner aus Luzern hat sich bisher einen Namen im Bereich der Steuerung von Industrieanlagen gemacht und verfügt über weitreichende Erfahrungen in den Bereichen Lager-, Förder-, Tor- und Hebetechnik. „Aus diesem Grund setzt das Unternehmen auf bewährte Mechanik und nicht auf hochkomplexe digitale Technik beim Fahrradparkhaus“, erklärte Hans Peter Künkele, der zuständige Fachreferent im Fellbacher Rathaus.
 
Der reibungslose Be- und Entladevorgang, ein schneller Zugang und Verlässlichkeit waren die ausschlaggebenden Kriterien für die Bewertung des Fahrradparkhauses. „Eine komplexe Technik, die von vielen verschiedenen Nutzern bedient wird, ist anfällig. Der Paternoster dagegen ist verlässlich“, so das Fazit des Schweizer Unternehmens, die erstmalig mit dem innovativen Konzept auf den Markt gehen.
 
Der Vorteil des Gebäudes liegt nicht nur in der Technik und Architektur. Die kleine Grundfläche ermöglicht den Bau überwiegend auf städtischem Grund, so dass nur ein geringes Eingreifen in die Böschung des Bahngeländes notwendig ist. Damit entfallen langwierige Verhandlungen mit der Bahn sowie Bodenangleichungen, um das Gefälle abzufangen. „Wir sparen Kosten und können zügig starten“, erklärte die Baubürgermeisterin zusammenfassend, die den Baubeginn auf kommendes Jahr prognostiziert.
 
Die Kosten für das Parkhaus sind insgesamt auf 912.000 Euro berechnet und werden mit 440.000 Euro aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFFRE) und vom Land Baden Württemberg gefördert.


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