Stadtrundgang
Rathaus
Das Fellbacher Rathaus wurde in den Jahren 1984 bis 1986 nach den Plänen des Züricher Architekten Ernst Gisel gebaut. Hinter seiner mehrfach mit höchsten Preisen ausgezeichneten Architektur verbirgt sich nicht nur ein Verwaltungsgebäude. Das Rathaus und sein Vorplatz sind vielmehr zugleich Treffpunkt und Ort für vielfältige Veranstaltungen: von Ausstellungen und Konzerten bis zu Open-Air-Events wie Sommernachtskino oder Weihnachtsmarkt. In einem Seitenflügel befindet sich die Galerie der Stadt Fellbach. Im großzügigen Rathausinnenhof, der in den Sommermonaten auch als Freiluft-Café genutzt wird, ist eine Kopf-Plastik des Schweizer Bildhauers Otto Müller zu sehen. Besonders bemerkenswert ist außerdem das Rathausglockenspiel aus Meißner Porzellan. Viermal täglich lässt es eine Melodie erklingen, die mit den Jahreszeiten wechselt.
Schwabenlandhalle
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Rathaus liegt die Schwabenlandhalle. Das Kultur- und Kongresszentrum mit seiner zeitlos wirkenden Architektur besticht durch eine vorzügliche technische Ausstattung und eine Gastronomie, die vom Bistro bis zum Top-Restaurant keine Wünsche offen lässt. Dies und ihr vielseitiges Kulturprogramm haben die Schwabenlandhalle bundesweit bekannt gemacht.
Musikschule
Nur wenige Schritte von der Schwabenlandhalle entfernt steht Fellbachs jüngstes Kulturbauwerk: die im Jahr 2000 fertiggestellte städtische Musikschule. Mit ihrer eigenwilligen Form- und Farbgebung und der großzügigen Gestaltung des Vorplatzes setzt sie städtebauliche Akzente und architektonische Maßstäbe.
Stadtbücherei
Der viertelkreisförmige Baukörper am Berliner Platz ist außen wie innen architektonisch äußerst interessant. Nach den Plänen des Stuttgarter Architekten Professor Arno Lederer erbaut und im Jahre 1987 eingeweiht, wurde die Fellbacher Stadtbibliothek mehrfach bundesweit ausgezeichnet. Zusammen mit der Jugendkunstschule an der Ecke Hintere Straße/Kirchhofstraße bildet die Stadtbücherei das Herzstück der Fellbacher „Wohncity“.
Stadtmuseum
Ein Spaziergang entlang der Hinteren Straße, einem pulsierenden Einkaufs- und Dienstleistungszentrum, führt zum Fellbacher Stadtmuseum beim Entenbrünnele. Der aus dem Jahr 1711 stammende markante Fachwerkbau beherbergt neben interessanten archäologischen Funden zahlreiche volkskundliche Zeugnisse aus allen Jahrhunderten und lässt so die Fellbacher Orts- und Heimatgeschichte lebendig werden. Der Eintritt ins Stadtmuseum ist frei.
Altes Rathaus
Wenige Meter neben dem Neuen Rathaus befindet sich in der Cannstatter Straße das Alte Rathaus. Im Jahre 1592 erbaut und 1912 umgestaltet und erweitert, ist der ehemalige Renaissancebau vor allem wegen seiner Arkaden-Kapitelle und seiner Reliefs im Jugendstil baugeschichtlich bemerkenswert.
Konstanzer Pfleghof
Wahrscheinlich noch vor 1588 erbaut, ist der Konstanzer Pfleghof eines der ältesten weltlichen Gebäude der Stadt. Bis 1802 war er der Sitz des „Pflegers“, d.h. desjenigen Mitglieds der Kirchenverwaltung, das für das Kassen-, Haushalts- und Rechnungswesen einer Gemeinde verantwortlich ist. Das Domstift Konstanz, zu dessen Bistum Fellbach einst gehörte, bezog hier zahlreiche Einkünfte. Sie wurden von den Bauern als „Zehnt“ in Form von Naturalien erhoben und ihr Erlös nach Konstanz abgeführt. Heute dient das Gebäude als Wohnhaus.
Die Alte Kelter
Das imposante, im Jahr 1906 erbaute und vor wenigen Jahren grundlegend renovierte Gebäude ist ein architektonisches Juwel. Sein riesiges und doch filigranes Dachgebälk, das sich über 3000 Quadratmeter wölbt, ist unvergleichlich beeindruckend.
Einst die größte Gemeindekelter Deutschlands, ist die Alte Kelter mit ihrem unverwechselbaren Flair und ihren vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten heute wichtiger Bestandteil des Fellbacher Kultur- und Gesellschaftslebens. Neben wechselnden Ausstellungen und Veranstaltungen zeigt eine interessante Dauerausstellung, wie sich der Fellbacher Weinbau in den letzten 150 Jahren entwickelt hat. Unter anderem wurde eine alte Küferwerkstatt originalgetreu aufgebaut.
Lutherkirche
Sie ist das historische Wahrzeichen der Stadt und traditioneller Mittelpunkt des Fellbacher Stadtzentrums. 1518 fertiggestellt und auf den ersten Blick eher schlicht, überrascht die Lutherkirche ihre Besucher doch mit bemerkenswerten Besonderheiten. Zum Beispiel mit ihrer spätgotischen Westturmanlage mit Kreuzigungsgruppe aus dem 30jährigen Krieg; mit sieben meisterlich gestalteten „Kreuzwegstationen Jesu“ (1730-1740 in Augsburg geschaffen), mit dem Orgelprospekt aus dem 18. Jahrhundert mit Rokoko-Vorwerk sowie mit ihrem mittelalterlichen Sakristei-Gewölbe.
Bereits im 13. Jahrhundert stand an dieser Stelle eine dem Heiligen Gallus geweihte Kirche, die im 15. Jahrhundert zur Wehr- und Fluchtkirche mit schützendem Wassergraben ausgebaut wurde.
Kirche St. Dionysius Schmiden
Im Stadtteil Schmiden in der Oeffinger Straße befindet sich die Pfarrkirche St. Dionysius aus dem 15. Jahrhundert. Kunsthistorisch wertvoll sind ihr Schiff und der mit Wandmalereien ausgeschmückte Chor.
Großes Haus
In der Butterstraße 1 im Fellbacher Stadtteil Schmiden steht diese imposante Hofanlage aus dem Jahre 1577. In ihrem Kellergewölbe beherbergt sie das mehrfach preisgekrönte Orfeo-Kino, in dem nicht nur anspruchsvolle Filmkunst gezeigt wird, sondern auch Kleinkunst-, Jazz- und andere Musikabende stattfinden. Außerdem befindet sich im Großen Haus die Schmidener Stadtteilbibliothek.
Kirche Christus-König
Die katholische Pfarrkirche Christus-König im Stadtteil Oeffingen (Hauptstraße 23) ist besonders bemerkenswert. Nicht nur weil Oeffingen bis heute eine standhafte kleine katholische Enklave im protestantischen Württemberg ist. Das Ensemble aus Turm, Kirche und Pfarrhaus vereint auch auf erstaunliche Weise Bauweisen mehrerer Jahrhunderte in sich. Der St. Nabor geweihte Chorturm wurde im Jahr 1457 errichtet. Die neue Kirche hingegen wurde erst 1968 erbaut. Das Katholische Pfarrhaus wiederum stammt aus dem Jahr 1713. Auf dem Oeffinger Friedhof befindet sich das Grabdenkmal der italienischen Baumeisterfamilien Frisoni und Retti, die für die Schlossbauten in Ludwigsburg und Stuttgart verantwortlich zeichneten und in Oeffingen in "geweihter katholischer Erde" begraben wurden.
Heilig-Kreuz-Kapelle
Um 1600 liegen die Ursprünge der Feldkapelle Heilig Kreuz. Noch im 17. Jahrhundert wurde sie umgebaut. Sie ist mit schönen Deckengemälden und reichen Stuckornamenten ausgestattet An der Heilig-Kreuz-Kapelle beginnt der 2001 eingeweihte Fellbacher Besinnungsweg. Malerische Ausblicke und Stationen mit Kunstwerken namhafter zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler laden zu Spaziergang und Kontemplation.
Schlössle und Türmle
Mit dem Schlössle und dem Türmle sowie der ehemaligen Obervogtei besitzt Oeffingen drei historische Bauten, die noch aus der Zeit der Herrschaft des Augsburger Domkapitels (1619-1803) erhalten sind. Das Schlössle wurde 1717 erbaut und 1827 erweitert. Von 1810 bis 1912 wurde es als Schul- und Rathaus genutzt.


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