Bis spätestens 2012 will die Stadtverwaltung klimaneutral sein, also den von ihr verursachten CO2-Ausstoß soweit wie möglich minimieren bzw. durch Kompensationsmaßnahmen ausgleichen. Im Laufe der nächsten zehn Jahre soll außerdem die CO2-Belastung in ganz Fellbach um insgesamt zehn Prozent verringert und dafür ein Betrag von zehn Millionen Euro aus der Stadtkasse zur Verfügung gestellt werden.
Dies hat der Gemeinderat am 7. November 2007 einstimmig beschlossen.
Klimaschutz in Fellbach
Die Stadt Fellbach möchte in Sachen Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangehen und hat sich zwei ehrgeizige Leitziele gesetzt:
Lösungsansätze zur CO2-Vermeidung
Was die CO2-Vermeidung anbelangt, hat die Stadt Fellbach bereits seit Mitte der 1990er Jahre im Rahmen eines detaillierten Minderungskonzepts weit über 130 Einzelmaßnahmen zur CO2-Einsparung ergriffen. Dazu gehören u.a. der Windpark der Stadtwerke auf der Schwäbischen Alb, der Bau zahlreicher Blockheizkraftwerke, die Einrichtung und Bezuschussung von Solaranlagen, die Erdgastankstelle in der Ringstraße und die Umstellung von Dienstfahrzeugen auf Erdgasbetrieb, die Wärmedämmung städtischer Gebäude sowie die Optimierung von Heizungsanlagen. Dadurch konnte der von der Stadt verursachte CO2-Ausstoß auf rund 4800 Tonnen jährlich verringert werden.
Seit Anfang 2008 bezieht die Stadt Fellbach ausschließlich Ökostrom aus Wasserkraft. Dadurch wird der CO2-Ausstoß um weitere rund 3550 Tonnen kompensiert.
Auch der Bau einer Biogasanlage in der Nähe des Schmidener Friedensschulzentrums wirkt sich positiv auf die Ökobilanz der Stadt aus. Die Anlage, die 2009 in Betrieb ging, bringt eine Verringerung der CO2-Emissionen um etwa 1300 Tonnen pro Jahr. Um die Versorgung der Biogasanlage mit den erforderlichen Substraten sicherzustellen, haben die Stadtwerke mit neun Landwirten Lieferverträge abgeschlossen.
Damit der gesamte CO2-Ausstoß in Fellbach innerhalb der nächsten zehn Jahre um zehn Prozent gesenkt werden kann, will die Stadt auch die Bürgerschaft und die Betriebe mit ins „Klimaschutzboot“ nehmen. So sollen die Möglichkeiten der Bauleitplanung noch stärker ausgeschöpft und beispielsweise der Bau weiterer Blockheizkraftwerke sowie die Nutzung der Solarenergie forciert werden. Die geplante Überarbeitung des städtischen Zuschussprogramms für Energiesparmaßnahmen an Wohngebäuden schafft zusätzliche Anreize, um die im Privatbereich erforderlichen Beiträge zum Klimaschutz zu erhöhen.
Zurzeit ist im Rahmen des Projektes European Energy Award (EEA) ein Energieteam damit befasst, das Klimaschutzkonzept durch unterschiedliche Maßnahmen zu konkretisieren.


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